Die Sonne scheint,
solang sie scheint.
Und scheint sie nicht,
dann scheint sie nicht,
nicht um Dich zu ärgern.
Der Regen fällt,
solang er fällt.
Und hört er auf,
so hört er auf,
nicht weil Du es woltest.
Natur ist Natur
und Wetter ist Wetter.
Mal sind sie stur,
mal sind sie netter.
Wir können uns entspannen!
Dienstag, 15. März 2016
Montag, 15. Februar 2016
Die Warhheit über den Valentinstag
Die Wahrheit über den
Valentinstag
Gestern war Valentinstag. Wie er so oft belächelnd genannt wird:
„Der Feiertag für den Schutzheiligen der Floristen und Pralinenhersteller“.
In Wahrheit jedoch ist es ganz anders. Wie so oft. Legendenbildung
ist nämlich schon immer etwas, was bei uns Menschen ganz entschieden in die
Hose geht. Da dürfen einfach zu viele mitreden, die eigentlich überhaupt keine
Ahnung haben, worum es geht.
Bei politischen Themen fällt das ja mittlerweile schon
vielen auf. Aber die Demokratie ist halt das, was schon Leibniz mit der „besten
aller möglichen Regierungsformen“ bezeichnet hat. Deshalb darf ein jeder mitreden
und das ist auch gut so. Man muss ja nicht zuhören.
Auch im religiösen Bereich gibt es natürlich unendlich viele
Legenden. Zum Beispiel von vielen bedeutenden Menschen, die Jerusalem wahlweise
belagert, zerstört oder befreit haben. Von solchen, die großartiges
vollbrachten, bis sie dann aber leider beim Baden ertrunken sind. Oder von
irgendwelchen sogenannten Heiligen, die mit Maria Kinder gezeugt haben, um sie
anschließend wieder ihrem jungfräulichen Schicksal zu überlassen.
Im Zweifel gehen die meisten Legenden davon aus, dass Mord
unter gewissen Umständen in Ordnung sei. Aus diesem Grund hält sich die
Tradition des Erzählens auch in der Juristerei besonders gut.
Doch zurück zum Thema: Valentinstag.
Valentin war ein junger Mann, der vor vielen hundert Jahren
lebte. Wie könnte es in einer Legende anders sein? Er verliebte sich. In wen,
ist eigentlich egal – jedenfalls versprach er, solange diese Liebe Bestand
habe, jeden Tag mindestens eine Blume oder ein Stück Schokolade (damals noch
irre viel Wert!) als Geschenk darzubringen. Ansonsten solle er, Valentin, „für
immer machen, was verlangt würde!“
Dieser Schwur war natürlich perfekt für die Ränkeschmiede
der damaligen Zeit. Schon qualmten die Essen, klangen die Ambosse und glühten
die Eisen, aus denen die Ketten waren, in die Valentin aus einem banalen Grund
gelegt wurde (Blumendiebstahl oder so).
Valentin erlebte einen kurzen Prozess, sodass er schon nach
24 Stunden wieder frei war – aber diese Zeit reichte ja, seinen Schwur zu
brechen. Er musste ab diesem Tag machen, was von ihm verlangt wurde. Besonders verhasst
waren ihm ab da Arbeiten im Rosengarten, weil sie ihn stets an sein
Missgeschick erinnerten und er sich ständig an den Dornen stach.
Aus diesem Grund feiern wir den Valentinstag - aus diesem
Grund werden besonders oft Rosen verschenkt. Aber warum Pralinen?
Das erinnert daran, dass man manchmal auch schnell wegrennen
können sollte ...
Freitag, 15. Januar 2016
Neues Jahr - neue Feste
Neues Jahr – neue Feste
So, da sind wir also, 2016. Zunächst einmal muss ich mich
bei Dir entschuldigen: Irgendwie denke ich ständig, dass wir schon 2017 haben.
Keine Ahnung, warum.
Nun ja, jedenfalls ist 2015 vorbei. Wie immer hat es gegen
Ende des Jahres noch einige Aufregungen gegeben: Was gibt es zu essen? Was
schenken wir wem? Erst Bescherung oder erst Essen? Ab wann darf man eigentlich
Raketen zünden? Könnt Ihr endlich mal ruhig sein, ich will schlafen!
Und das neue Jahr rauscht nur so heran mit neuen, tollen
Dingen: Winter. Hatten wir letztes Jahr bestimmt auch mal. Gefühlt aber seit
zehn Jahren nicht mehr. Warum sonst sind einige wieder völlig überrascht, dass
dicke Jacken und Winterreifen doch mal ganz praktisch wären?
Die ersten Feste stehen auch schon an – wie es sich für
unser Abendland gehört, freuen sich die Christen ohne Ende, bald endlich fasten
zu dürfen. Vorher will der ein oder andere aber noch den Winter vertreiben und
sämtliche Hierarchien vergessen. Am besten geht das an Karneval, sodass sich da
bestimmt der ein oder andere wieder auf die Straße begeben wird, um ausgelassen
zu feiern.
Die Geschäfte sind jedenfalls voll von Kostümen, die zeigen,
wie es um die Gesellschaft bestellt ist. Da ja an Karneval alles verkehrt wird,
treten Frauen mal nicht als züchtige und hochverschlossene Karrierefrauen mit
zwei Jobs, drei Kindern und einem Haushalt auf. Ebenso zeigen sich die Männer
mal nicht als fürsorgliche und verantwortungsvolle Väter. Auch das Beten wird
mal für ein paar Tage ausgelassen.
Dies wird dann in der Fastenzeit nachgeholt. Hier werden wir
uns alle auf das Fest des heiligen Kaninchens vorbereiten. Die Legende besagt
ja, dass einst ein Kaninchen auszog, um Hühner zu ärgern. Also stahl es des
Nachts die Eier der Hühner und malte sie bunt. Damit nicht genug: Der Hase
wurde immer dreister und versteckte die Eier auch noch.
Nun sind Hasen ja nicht die cleversten, sodass die Hühner
dem Missetäter schnell auf die Spur kamen. Hühner wiederum sind nicht die
zimperlichsten, sodass der Hase aufs brutalste gefoltert wurde, um die Verstecke
der Eier zu erfahren. Die Hühner sorgten sich immerhin um ihren Nachwuchs und
da verstehen sie keinen Spaß.
Ich möchte hier nicht in Details gehen – es endete damit,
dass der Hase dichthielt. Die Hühner waren außer sich vor Zorn. Als letztes
Mittel erschien ihnen nur noch die Abschreckung zu bleiben. Kein Hase sollte je
wieder auf diese dreiste Idee kommen und unschuldige Eier stehlen, anmalen und
verstecken. Also übergossen sie den Hasen mit Gold (immerhin haben Hühner einen
ausgeprägten Sinn für Ästhetik) und banden ihm eine Glocke um den Hals. So gekennzeichnet
wurde der Hase in der Folge von allen als Dieb und Verräter erkannt und
gehänselt.
Was die Hühner aber nicht wussten: Der Hase hatte ausschließlich
die Eier gestohlen, aus denen dumme Hühner geschlüpft wären. Deshalb wurde er
posthum heiliggesprochen und wir feiern heute noch Ostern.
Aber das wissen wir natürlich alle, sonst würden wir ja
nicht feiern. Jetzt können wir nur hoffen, dass es weder zu Karneval noch zu
Ostern noch so kalt ist. Sonst könnten weder die schönen Kostüme zur Schau
getragen, noch die Eier bemalt werden. Zumindest hätte letzteres keinen Sinn. Im
Schnee sind weiße Eier am besten versteckt.
Nur nicht im Zitronen-Schnee.
Viel Freude beim Feiern – am besten das ganze Jahr über!
Dienstag, 15. Dezember 2015
Bald ist Weihnachten...
Bald ist Weihnachten...
...Zeit für ein paar (mehr oder weniger) passende Gedanken.
Zu Weihnachten sind immer alle total besinnlich. Schon Heinz
Erhardt hat sich darüber gewundert und in einem Gedicht die Frage geäußert,
warum das so sei. Eigentlich müssten wir doch froh sein, dass Jesus geboren ist
und wir müssten fröhlich und ausgelassen feiern.
Da hat Herr Erhardt aber einen wesentlichen Aspekt
übersehen: Was wir heute feiern ist ein Geburtstag weit jenseits der 30. Da wird
jeder nachdenklich und besinnlich...
Aus diesem Grund pflegen wir, unsere Nachdenklichkeit mit
Essen beiseite zu schieben. Besonders beliebt sind Plätzchen in der
Vorweihnachtszeit. Meist so viele Plätzchen, dass zu Weihnachten kein Platz
mehr ist vor lauter Plätzchen auf dem Platzdeckchen. Grundsätzlich gilt zu
Weihnachten:
Warmes
Essen
Ist
Himmlisch.
Nur
Abgehärtete
Charaktere
Harren
Trotzdem
Eines
Nachtisches.
Neben all dem Essen finden wir manchmal Zeit. Und diese Zeit
kann sinnvoll eingesetzt werden. Zum Beispiel für einen Besuch im
Weihnachtsgottesdienst. Dieser kann eine Zeit des Frohsinns sein. Und eine Zeit
der freudigen Begegnungen. Immerhin sieht man in der Kirche viele Menschen nach
einem Jahr endlich mal wieder.
Es ist erstaunlich, wie viele Menschen wir an Weihnachten
sehen und wie viel wir wahrnehmen. Die Dekoration der Häuser, der beleuchteten
Fenster, der Straßen. Das Funkeln der Sterne, ob echt oder elektrisch. Gleiches
gilt für die Christbaumkerzen.
Die elektrische Baumkerze wurde übrigens von Kindern
erfunden. Da ja oftmals das Funkeln der Christbaumkerzen mit dem der
Kinderaugen verglichen wird, erschien es den Kindern eines Tages nicht mehr
angemessen, mit so etwas gefährlichem verglichen zu werden, wie mit echten
Kerzen an einem trockenen Baum. Besser erschien der Vergleich mit einer
sichereren Alternative, die nur bei einem technischen Defekt oder unsachgemäßer
Handhabung größeren Schaden anrichten kann.
Ohne den gefährlichen Vergleich können uns die Kinderaugen
jetzt wesentlich unauffälliger anstrahlen und weiterhin die Herzen zu Schmelzen
bringen.
Und dann sind da noch die Geschenke. Meist zu viele. Meist zu
teuer. Aber auf eine kurze Formel gebracht lässt sich festhalten: Geschenke
gleichen einem Blutkreislauf. Von Herzen kommend erreichen sie das Herz.
In diesem Sinne: Weniger wichtig als die weiße Weihnacht ist
doch, dass wir jedes Weihnachtsfest der Weisheit ein wenig näher kommen ...
Abonnieren
Posts (Atom)