Irgendwie hat es nicht geklappt.
Der 15. war nicht machbar.
Irgendein Karma hat dazwischen gefunkt.
Vielleicht der 16.?
Ostern?
Ein Referendum?
Raketentests?
MOAB?
Bomben auf Fußballer?
Randallierende "Fans"?
Ich habe mal wieder öfters Radio gehört und seitdem kenne ich das Problem: Warum sollten die Menschen noch einen Arsch in der Hose haben, wenn die Lieder, die die Charts rauf und runter dudeln von Leuten gesungen werden, bei denen man entweder denkt, dass sie sich gerade lasziv auf einem Bett räkelnd einem anderen unterwerfen, oder dass sie gleich anfangen zu heulen?
Mittwoch, 19. April 2017
Mittwoch, 15. März 2017
Alltag im Kindergarten
Kevin-Chantal hat Marc-Lucie nicht in den Sandkasten
gelassen. Dörte-Jonas, Marc-Lucies bester Freundin, hat daraufhin Claire-Holger
nicht mehr mit dem Puppenhaus spielen lassen. Claire-Holger ist nämlich
Kevin-Chantals bester Freundin.
Von der Empore aus guckt sich Karl-Lisbeth das Ganze an und
grinst breit. Dörte-Jonas wird nach oben gerufen, weil es ein neues Püppchen
für das Puppenhaus gibt. Während Dörte-Jonas auf der Treppe ist, wirft
Karl-Lisbeth mit einem gezielten Tennisball alle mühsam aufgebauten Tiere vor
dem Puppenhaus um.
„Die haben Probleme“, denkt sich Nancy-Klaus, „Ganz besonders
Malte-Johanna.“ Malte-Johanna liegt seit einer Stunde mit Kuscheldecke auf
einem großen Kissen und entspannt...“ Nancy-Klaus versucht, Mehmet-Sybille aus der
Sitzecke fernzuhalten. Dazu soll Mehmet-Sybille Bauklötze bringen, mit denen eine
Grenze zwischen den Sesseln aufgestellt werden kann.
In der Mitte sitzen andere Kinder, die einfach vor sich hin
spielen. Einige mischen sich mal in Streitigkeiten ein, andere lassen dem
ganzen ihren Lauf.
Noch andere prügeln sich, ohne dass es jemand mitbekommt.
Die Erzieher, Gottfried und Allahnis (die anderen sind
krank), berichten mittags den Eltern davon.
Diese nehmen ihre Kinder mit nach Hause, wo sie sich nochmal
über den Vormittag unterhalten. Die Eltern denken: „Kinder!“.......
.......treffen sich abends mit Freunden und sprechen über
Politik...
Mittwoch, 15. Februar 2017
Wahnsinn!?
Wahnsinn! Das Jahr 2017 ist noch nicht sonderlich alt und
ich habe das Gefühl schon öfter als in allen Jahren zuvor einen Satz gesagt
oder zumindest gedacht zu haben: Seid Ihr denn alle bescheuert? Ok, ok: Sind
WIR denn alle bscheuert?
Keine Ahnung, ob das mit der Weltpolitik zu tun hat.
Wahrscheinlich auch, denn guckt man in ein paar der größeren Länder der näheren
und ferneren Umgebung, könnten einen echt Zweifel befallen.
Gewählt ist gewählt, rückgängig machen geht nur mit
illegalen Mitteln...
Leider stimmt auch der Satz „Scheiße fällt nach unten“ so
sehr wie nie zuvor.
Zum einen, weil bei allem Unfug, den hochrangige Politiker,
Vorstände großer Unternehmen oder sonstwer mit (zu) vielen Befugnissen
anstellen, leiden doch meist die, die in der Nahrungskette ganz unten stehen.
Noch einfacheres Beispiel: Wir Menschen leben über unsere Verhältnisse, die
Tiere leiden...
Zum anderen ist aber auch das, was früher
„Unterschichten-Slang“ genannt wurde, in den sogenannten oberen Schichten der
Gesellschaft angekommen. Beleidigungen, Beschimpfungen, zum Teil sogar
Prügeleien sind in der gesamten Gesellschaft offenbar kein Tabu mehr. Es
scheint immer weniger Respekt vor anderen Menschen zu herrschen, Hauptsache,
ich bekommen meinen Willen.
„Die Freiheit des einen endet, wo die Freiheit des anderen
beginnt.“ Von wegen. Da lässt sich doch was machen. Die eigene Freiheit
auszubauen erscheint das größte Ziel der Menschheit geworden zu sein. Bloß
nicht dafür anstrengen, was zu verändern. Antworten müssen einfach sein, sonst
sind es keine.
Die Erde ist verdreckt? Lebensraum im All. Sterben? Kryonik.
Wahrheiten sind mir unbequem? Fake news. Ich soll gesund essen?
Nahrungsergänzungsmittel. Eisenmangel? Blutkonserve. Ende der politischen
Karriere durch Wahlniederlage? Verfassungsänderung. Kalt? Auto. Wohnungsnot?
Ausländer raus. Fünf in Mathe? Anwalt. Keiner interessiert sich für mich? You
tube oder Dschungelcamp. Terror? Religionen abschaffen, aus der Kirche
austreten! Armut und Hunger? Da sollten die Kirchen mal was machen...
Sind wir denn alle bescheuert?
Klar, wir sind ja alle nur Menschen...
...wäre nur schön, wenn wir uns daran öfter mal erinnern
würden!
Sonntag, 15. Januar 2017
Huch
Letztens saß ich in einem Café. Es war relativ voll, sodass
unvermeidlich ein paar Gesprächsfetzen zu mir rüberkamen...
...
Sie 1 (ungefähr 35 Jahre alt): „...ist echt der Hammer.
Schon in der ersten Sitzung war ich überzeugt!“
Sie 2 (gleiches Alter): „Echt? Und was macht der mit Dir?“
Sie 1: „Also momentan arbeiten wir an meinem... äääh...
inneren Kind!“
Sie 2 (anzüglich): „Ach so
ein Therapeut...“
Beide kichern, bis sich Sie 1 zusammenreißt...
Sie 1: „NEIN, nicht so...
Mein inneres Kind drückt meine Bedürfnisse aus. Das, was in meiner Kindheit
vernachlässigt wurde. Weshalb ich noch heute unglücklich bin.“
Sie 2: „Du bist unglücklich?“
Sie 1: „Klar, total. Und ich will, dass es meinen Kindern
besser geht.“
Sie 2: „Voll nett von Dir!“
Sie 1: „Ja. Mein inneres Kind will jedenfalls mehr Zeit
haben. Mehr Aufmerksamkeit.“
Sie 2: „Ach so, deshalb die Shopping-Tour heute...“
Sie 1: Genau! Ich nehme mir mehr Zeit für mich. Soll Maik
sich doch mal um die Kinder kümmern.“
Beide stoßen mit Prosecco an...
Sie 1: „Hauptsache, der verbockt das nicht wieder und
vergisst, Jason vom Englisch-Kurs abzuholen...“
Sie 2: „Oooh, die werden ja so schnell groß. Letzte Woche
auf seinem fünften Geburtstag sahst Du so gut aus.“
...
Der nächste Tisch kam plötzlich in mein Ohr...
Mann 1 (ca. 45): „...und dann haben die mich angehalten.“
Mann 2 (ca. 35): „Was? Heftig, Alter...“
Mann 1: „Ja, egal. Ich hab gesagt, dass es mir Leid tut und
gut war.“
Mann 2: „Aber dass die Dich überhaupt angehalten haben...“
Mann 1: „Ich war überrascht, dass sie mich einholen
konnten...“
HÖHÖHÖ...
Mann 1: „Tja, ist halt ein Polizeistaat.“
Mann 2: „Ja, die Regierung...“
RAUS, nur raus hier, dachte ich.
Zahlen und raus.
Es war Nachmittag. Und es war kalt. Und jetzt fing es auch
noch an zu schneien. Im Januar.
Huch...
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