Freitag, 15. September 2017

Die Qual der Wahl



Bald sind Wahlen. Fester Termin im Kalender für alle, die nachher auch das Recht haben wollen, zu meckern.

Leider scheint es immer mehr in Mode zu kommen, schon vor der Wahl zu meckern. Die einen sind zu rechts, die anderen zu links. Die einen bevormunden alle, die anderen sind zu lasch.

Manche reden sogar nicht mit den anderen, werfen denen dann aber vor, nicht mit ihnen reden zu wollen. (So kompliziert, wie der Satz war, ist das auch in Echt!) In einem Fall kann man nur sagen: Die Ratte verließ zuerst das sinkende Schiff (in diesem Fall: eine Talkshow...)!

Vor ein paar Tagen habe ich eine Wahlwerbung gesehen. Von der „Gartenpartei Mecklenburg“ oder so. Was es alles gibt!
Wird bestimmt von vielen Gartenzwergen gewählt...

Apropos Zwerge: Die Parteien versuchen ja momentan mit den interessantesten Strategien, noch zu punkten. Manche tatsächlich inhaltlich, also mit Dingen, die sie wollen. Andere eher mit dem erhobenen Zeigefinger, stets darauf hinweisend, was „die anderen“ alles Furchtbares wollen. Und wieder andere werfen einfach mal mit Schmutz durch die Gegend und schauen, wen es trifft.

In der Zeit könnte echt Politik betrieben werden.

Und mit dem Geld, was Werbeplakate und Fernsehwerbungen kosten... Ach, ich möchte gar nicht darüber nachdenken...

Das Argument, dass egal ist, was wir wählen, kann ich nicht stehen lassen. Wenn das so wäre, würde bei JEDEM Menschen beim Wahl-o-maten das absolut gleiche Ergebnis herauskommen: Gleich viele Prozente für alle. Kann ich sagen: Ist nicht so!

Also bleibt es bei der Qual der Wahl am 24.9. (oder vorher per Briefwahl)...

...aber die größte Qual der Wahl ist dann vorbei: Der Wahlk(r)ampf...

Dienstag, 15. August 2017

Sommerpause

Alle Jahre wieder frage ich mich: Warum gibt es eigentlich sowas wie eine Sommerpause? Und das auch noch in so vielen Bereichen...

Im Fußball ist jede Pause albern, weil die ja fürs Nixtun sowieso schon zu viel Geld kriegen.

Eishockey? Nun gut, energieschonender ist es schon, wenn im Sommer kein Eis bereitet werden muss...


Am Auffälligsten finde ich das aber in der Politik. Warum machen die einfach die Läden dicht? Also so komplett? Was in jeder Gemeinschaftspraxis von Ärzten gilt, sollte doch auch bei Politikern möglich sein: Wenn ich nicht kann, ist ein Kollege da - wir machen niemals alle gleichzeitig Urlaub.

Warum ich das finde? Oft erscheint es mir so, dass die Katastrophen nur so darauf warten, dass die Politiker im Urlaub sind.

Plötzlich gibt es in den USA Rechtsradikale. HUCH!

Und Venezuela brennt ab.

Und Nordkoreas Chefchen dreht auf. (Fast noch unerwarteter als die Sache mit den US-Nazis...)

Und die Autokonzerne...

Undundundund...

Warum passiert all das, wenn die Politiker nur im Urlaub irgendwelche Interviews geben können? Da haben die doch gar keine Lust, etwas sinnvolles dazu zu sagen. Geschweigedenn zu handeln.

Noch weniger als sonst.

Außerdem finde ich häufig die Bilder furchtbar: Wer will schon unsere Politiker im Strand-Outfit sehen? Vermutlich haben sie die auch Kim Jong Un gezeigt...

In der Politik bin ich gegen die Sommerpause! Die Nachrichten sind einfach zu schlimm, wenn Sommerpause ist!

Aber...

...vielleicht sind sie immer gleich. Sie fallen nur mehr auf, wenn die Politiker weniger reden...,

Donnerstag, 15. Juni 2017

Fair-Play



Das Leben ist unfair.

Zumindest bekommt man das alle Nase lang zu hören. Irgendwie scheinen immer nur die anderen alles zu bekommen, ich selber aber nicht. Während ich arbeiten muss, dürfen sich andere sonnen. Während ich Sonnenbrand kriege, werden andere schön braun. Während ich nass werde, sitzen andere warm im Auto. Während ich einen Kater habe, feiern andere schon weiter.

Das ist ja sooo gemein!

Wenn es anderen schlechter geht, bin ich doch immer so nett und drücke sofort meine Solidarität aus. 

Ich war schon Paris, habe mit Manchester geweint und Weihnachtsmärkte haben auch alle mein Mitgefühl.

Warum ich Auto fahre statt Fahrrad? Warum ich jedes Jahr ein neues Handy kaufe? Warum ich Tofu und Nutella in mich reinschiebe?

Was hat das denn damit zu tun?

Vom Zucker Essen werde ich ja auch nicht krank. Oder vom Rauchen. Alles nur Märchen von denen, die mir das bisschen Glück im Leben nicht gönnen. Die mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen. Die es mir nicht gönnen.

Die sind so unfair!

Und wer mir erklären kann, was Fronleichnam gefeiert wird, darf heute zu Hause bleiben...

Montag, 15. Mai 2017

Freude am Leben

Irgendwie meckern wir gerne, oder?

Ist es "zu kalt", meckern wir.
Kommt dann die Sonne raus, meckern wir.
Bei Regen... oje, oje...

Was bringt's?
Hohen Blutdruck. Gesteigerten Puls. Stresspusteln. Röte im Teint (sprich: Teng!). Zitternde Hände. Unsicherheit auf den Beinen.

Wenn das der Hausarzt (oder die Hausärztin!) wüsste. Da würden wir regelmäßig was zur Beruhigung verschrieben bekommen...

Aber vielleicht ist es ja das? Vielleicht wollen wir nur beruhigt werden. Fishing for Calmness.
Dabei ist es so einfach: Einfach mal im eigenen Teich fischen! Die größte Ruhe liegt in einem selbst.

Der wenigste Ärger ist in mir, nirgendwo sonst.
Auch die größte Freude ist in mir.

Passiv freuen geht nicht wirklich. Es ist anders, wenn ich glückliche Menschen sehe, als wenn ich selber glücklich bin.
Auch schön, aber weniger intensiv.

Sonst wollen wir immer alles so intensiv wie möglich, nur bei der Freude scheinen wir uns immer zurückhalten zu wollen.

Ganz schön blöd, oder?

Wenn das kein Grund zum Meckern ist...

Mittwoch, 19. April 2017

Kurz nach...

Irgendwie hat es nicht geklappt.
Der 15. war nicht machbar.
Irgendein Karma hat dazwischen gefunkt.
Vielleicht der 16.?
Ostern?
Ein Referendum?
Raketentests?
MOAB?
Bomben auf Fußballer?
Randallierende "Fans"?

Ich habe mal wieder öfters Radio gehört und seitdem kenne ich das Problem: Warum sollten die Menschen noch einen Arsch in der Hose haben, wenn die Lieder, die die Charts rauf und runter dudeln von Leuten gesungen werden, bei denen man entweder denkt, dass sie sich gerade lasziv auf einem Bett räkelnd einem anderen unterwerfen, oder dass sie gleich anfangen zu heulen?

Mittwoch, 15. März 2017

Alltag im Kindergarten



Kevin-Chantal hat Marc-Lucie nicht in den Sandkasten gelassen. Dörte-Jonas, Marc-Lucies bester Freundin, hat daraufhin Claire-Holger nicht mehr mit dem Puppenhaus spielen lassen. Claire-Holger ist nämlich Kevin-Chantals bester Freundin.

Von der Empore aus guckt sich Karl-Lisbeth das Ganze an und grinst breit. Dörte-Jonas wird nach oben gerufen, weil es ein neues Püppchen für das Puppenhaus gibt. Während Dörte-Jonas auf der Treppe ist, wirft Karl-Lisbeth mit einem gezielten Tennisball alle mühsam aufgebauten Tiere vor dem Puppenhaus um.

„Die haben Probleme“, denkt sich Nancy-Klaus, „Ganz besonders Malte-Johanna.“ Malte-Johanna liegt seit einer Stunde mit Kuscheldecke auf einem großen Kissen und entspannt...“ Nancy-Klaus versucht, Mehmet-Sybille aus der Sitzecke fernzuhalten. Dazu soll Mehmet-Sybille Bauklötze bringen, mit denen eine Grenze zwischen den Sesseln aufgestellt werden kann.

In der Mitte sitzen andere Kinder, die einfach vor sich hin spielen. Einige mischen sich mal in Streitigkeiten ein, andere lassen dem ganzen ihren Lauf.

Noch andere prügeln sich, ohne dass es jemand mitbekommt.

Die Erzieher, Gottfried und Allahnis (die anderen sind krank), berichten mittags den Eltern davon.

Diese nehmen ihre Kinder mit nach Hause, wo sie sich nochmal über den Vormittag unterhalten. Die Eltern denken: „Kinder!“.......

.......treffen sich abends mit Freunden und sprechen über Politik...